Güstrow muss schon um 1100 bestanden haben, da Bischof Otto von Bamberg im Jahr 1128 zwei Priester hierher entsandte. 1219 wurde an der Stelle des jetzigen Schlosses inmitten sumpfiger Wiesen die wendische Burg Güstrowe erbaut. Nach Deutschen Städtebuch und anderen Quellen gründete Fürst Heinrich von Rostock (Heinrich Borwin II.) die Stadt Güstrow um 1219–1226 und verlieh ihr das Schweriner Stadtrecht.
Sehenswürdigkeiten der Barlachstadt Güstrow
Schloss Güstrow:
Schloss Güstrow
Der wahrhaft fürstliche ganz auf Repräsentation berechnete Bau entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Residenz des Landesherren. Herzog Ulrich von Mecklenburg verpflichtete in zwei aufeinander folgenden Bauphasen den italienischen Baumeister Franz Parr und den Niederländer Philipp Brandin, die in einer originären Verschmelzung italienischer, französischer und mitteleuropäischer Tradition ein Bauwerk von europäischem Rang schufen.
Schloss Güstrow bietet seinen Besuchern neben prachtvoll dekorierten Hofstuben eine reich bestückte Dauerausstellung, die neben einer bedeutenden Mittelaltersammlung, Kunst- und Kunsthandwerk der Renaissance, herzogliche Jagd- und Prunkwaffen, Glas von der Antike bis zur Gegenwart, Malerei der DDR sowie antike Keramik und zeitgenössische Kunst umfasst. Eine eigene Abteilung würdigt die kurzzeitige Regentschaft Wallensteins in Güstrow.
Gedenkstätten der Ernst-Barlach-Stiftung:In Güstrow befinden sich drei Museen, die an das Leben und Werk des Expressionisten Ernst Barlach erinnern. Die Gertrudenkapelle beherbergt Holzskulpturen und bildhauerische Werke. In seinem ehemaligen Atelierhaus am Inselsee werden Holzskulpturen, Plastiken und Werkmodelle gezeigt. Das unmittelbar benachbarte Ausstellungsforum zeigt weitere Werke Barlachs und beinhaltet auch ein Graphikkabinett mit Zeichnungen, Drucken und Handschriften.
Pfarrkirche St. Marien:
Schloss Güstrow
Nach dem Stadtbrand von 1503 wurde die gotische Backstein-basilika stark erneuert und bei weitreichenden Baumaß-nahmen Ende des 19. Jh. zu einer dreischiffigen Hallenkirche umgebaut. Erhalten geblieben ist die sehr wertvolle Ausstattung mit dem Brüsseler Altar aus dem 16. Jahrhundert mit Schnitzwerken von Jan Borman und Malereien von Bernard van Orley bzw. dem Meister des Güstrower Altars.
Der Güstrower Dom:
Der Dom mit Barlachs berühmten "Schwebender"
Der Dom ist das älteste erhalten Bauwerk der Stadt. 1226 wurde er vom Fürsten Heinrich Borwin II. auf seinem Sterbelager gestiftet. Bald wurde mit dem Bau begonnen, aber erst 1335 wurde der Dom geweiht. Eine Bauzeit von über 100 Jahren führte dazu, dass man auf einem romanischen Fundament begann, das Bauwerk aber in der frühen Gotik vollendet wurde. So wird der Dom in der Kunstgeschichte in den "Übergangsstil" eingeordnet.
Der Dom mit seiner reichen Ausstattung, angefangen vom Triumphkreuz von 1330 über den gotischen Flügelaltar (1500), die Apostel von Claus Berg (1530), die Wandgräber (1585) bis hin zum "Schwebenden", von Ernst Barlach (1927), ist als nationales Denkmal eingestuft.
Güstrower Heiliggeistkirche mit dem Norddeutschen Krippenmuseum:Es handelt sich um eine renovierte Kapelle, die um 1300 ursprünglich als Spital erbaut worden war. Nach dem Dom ist sie der älteste Sakralbau der früherin Residenzstadt Güstrow. Hier werden 177 wertvolle Krippen und Madonnenfiguren aus aller Welt ausgestellt. Sie vermittelt die frohe Hoffnung der Menschen, indem sie die Weihnachtsgeschichte in den unterschiedlichen Interpretationen der Völker unserer Erde bildhaft erzählt.
Abenteuer für Groß und Klein! Natur- und Umweltpark Güstrow
NUP - Natur und Umweltpark in Güstrow
Wenn Sie einmal in die Barlachstadt Güstrow kommen, darf ein Besuch im Natur- und Umweltpark (NUP) auf keinem Fall fehlen. Hier gibt es für die ganze Familie eine Menge zu bestaunen, weshalb Sie auch genügend Zeit mitbringen sollten.
Ein ganz besonderes Highlight ist der Bärenberg mit den schwedischen Braunbären "Fred & Frode" sowie das großartig angelegte Wolfsgehege und dem Aquatunnel welcher dem Besucher die einheimische Tier und Pflanzenwelt näher bringen soll. Diese vielfältige und großflächige Anlage wurde mit viel Sachverstand in die schon vorhandene Parklandschaft integriert, was ihr einen ganz speziellen Charme verleiht. So fließt die Nebel mitten durch den Natur- und Umweltpark, als sei es nie anders gewesen. Egal zu welcher Jahreszeit Sie vorbeischauen, jede hält ihren eigenen Zauber für Sie bereit. Während es im Winter eher still und andächtig ist, geht es im Sommer munter und belebt zu.